KKV Wiesbaden wieder in Kampanien
25.8. - 8.9.2001
Der KKV Wiesbaden unternahm mit Vorsitzenden Hartmut Röhrbein vom 25.08. bis 08.09.2001 eine 15-tägige Kultur- und Erholungsreise nach Kampanien in Süditalien. An dieser Flugreise beteiligten sich 44 Personen. Kampanien - das ist die Gegend am Golf von Neapel und von Salero: mit ihren einzigartigen Baudenkmälern aus griechischer und römischer Zeit, den Tempeln von Paestum und den Ausgrabungen von Pompeji, Herkulaneum, Stabia und der Villa Oplontis.
Im Jahre 1997 fand schon einmal eine Studienreise des KKV Wiesbaden nach Kampanien statt. Da wir seinerzeit nur 8 Tage dort waren, konnten wir nur einen kleinen Teil dieser wunderschönen Gegend erkunden. So wurde jetzt ein besonderes und ergänzendes Programm mit genügend Freizeit zur Erholung zusammengestellt. Standquartier war wieder das Casa d'Europa del Cilento. "Cilento" heißt der südlichste Teil von Kampanien, südlich von Neapel und Salerno. Das Quartier ist ein Teil der vom italienischen Staat als gemeinnützig anerkannten "Stiftung Passarelli", benannt nach ihrem Gründer, dem beinahe schon legendären Pater Don Peppino Passarelli.
Unter Leitung von Reiseleiter Walter Verburg wurden folgende Busfahrten und Besichtigungen unternommen: Fahrt in die Cilentaner Berge nach Vatolla (Besuch des Heimatmuseums, Wohnhaus des Philosophen Giambattista Vico, Fahrt zur Villa Oplontis und Herkulaneum mit Besichtigung der Ausgrabungen, Fahrt nach Neapel mit Gang durch das "Königliche Neapel" und Besuch des Archäologischen Nationalmuseums. Was die Museen der Provinz Neapel betrifft, so ist ein Besuch im archäologischen Nationalmuseum der Stadt Neapel ein absolutes Muß, da es sich hier unter anderem um eines der größten Museen Europas handelt und alle wichtigen und wertvollen Werke und Gegenstände hat, die bei den Ausgrabungen in ganz Kampanien hervorgebracht wurden.
In Salero wurde der Normannendom (Grab des Papstes Gregor VII., Grabkapelle des Evangelisten Matthäus) besichtigt und ein Bummel durch die eleganten Einkaufsstraßen mit der schönen Uferpromenade unternommen. Ein Tagesausflug führte uns nach Cava di Tirreni (Besichtigung der großartigen Benediktinerabtei) und nach Castellamare di Stabia (Besichtigung der Villa San Marco und Villa d'Arianna aus der Römerzeit). Es folgten eine Fahrt nach Velia, einem Zentrum der griechischen Philosophie (Schule der Eleaten) mit Besichtigung der Ausgrabungen. Interessant war der Besuch einer Musterfarm zur Herstellung des berühmten Mozzarella. Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt über die Berge des Cilento nach Padula. Dort wurde die Kartause San Lorenzo (größter Kreuzgang Süditaliens) besichtigt. Sehr beeindruckend war auch die Fahrt nach Caserta zum barocken Königsschloß und der großen Parkanlagen sowie der alte Ort Caserta-Vecchia mit Dombesichtigung. Eine Busfahrt nach Paestum mit Besichtigung der berühmten griechischen Tempel und des archäologischen Museums fehlte natürlich auch nicht. In Agropoli ging es durch die verwinkelten Altstadtgassen zur hochgelegenen Sarazenenburg und anschließend hatten die Teilnehmer Gelegenheit einen Bummel über den bunten Wochen- und Obst-/Gemüsemarkt zu unternehmen. Es folgte die Besichtigung der bekannten Wallfahrtskirche Madonna del Granato mit Panoramablick über die Tiefebene von Paestum. Die Heilige Messe wurde an den Sonntagen jeweils in der Dorfkirche von San Marco di Castellabate mit der Gemeinde gefeiert. Ein Hauskonzert am vorletzten Abend rundete ein interessantes und erlebnisreiches Programm ab.
Die Behauptung, ganz Kampanien ist ein wahres "Museum unter freiem Himmel", ist nicht etwa eine pathetische Übertreibung, sondern ganz einfach die reine Wahrheit, so zahlreich, vielfältig und weit verbreitet sind die historisch, kunstgeschichtlich und ganz im allgemeinen kulturell bedeutsamen Stätten. Alle Teilnehmer waren wieder von der wunderschönen Landschaft und der Gastfreundschaft im Standquartier Casa d' Europa del Cilento begeistert.
Hartmut Röhrbein

