"Glauben heute" - KKV - Diözesanverband Limburg will erstes "K" stärker betonen
6. Juni 2005
Das von den deutschen Bischöfen anlässlich des 1250. Todestag des Hl.Bonifatius verabschiedete Dokument "Der missionarische Auftrag der Kirche" zeigt nach Ansicht des KKV - Diözesanverbandes Limburg, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, sehr eindringlich die derzeitige Situation der Katholischen Kirche aber auch der Katholiken in unserem Land auf. Die hier von Alfred Delp bereits 1941 formulierte Diagnose "Wir sind Missionsland geworden", treffe heute mehr denn je zu, betont der katholische Sozialverband. Joseph Kardinal Ratzinger, der jetzige Papst Benedikt XVI., habe noch in seiner Predigt anlässlich der Messe "pro eligendo papa" am 18.04.05 vom "Maß der Fülle Christi" gesprochen, "die zu erreichen wir berufen sind, um wirklich erwachsen im Glauben zu sein. Im Glauben sollten wir keine Kinder bleiben, in einem Status der Unmündigkeit. Und worin besteht das unmündige Kinder sein im Glauben? Der heilige Paulus antwortet: "ein spiel der Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Meinungen" (Eph 4,14). Eine sehr aktuelle Beschreibung!"
Auch der KKV habe hier sicher Nachholbedarf unterstreicht Hartmut Röhrbein, Vorsitzender des Limburger Diözesanverbandes. Prälat Heiner Koch, Leiter des Seelsorgeamtes im Erzbistum Köln, habe es auf einer Tagung der vier Sozialverbände treffend formuliert, als er sagte, dass das Glaubenswissen und die Glaubensüberzeugungen immer geringer seien. Wenn man heute Katholiken die einzelnen Aussagen des Glaubensbekenntnisses vorlegen und fragen würde, ob sie daran glaubten, sei er sicher, dass hier ein Großteil der Getauften ihre Probleme hätten. Nicht zuletzt aus diesem Grund ruft der KKV - Diözesanvorsitzende die KKVer auf, das erste "K" wieder stärker in den Vordergrund zuz stellen. "Wie wollen wir unserem Auftrag gerecht werden, als Christen in der Welt glaubwürdig Zeugnis zu geben, wenn wir vielfach unsseren Glauben nicht mehr richtig kennen?", so die etwas provozierende Frage von Hartmut Röhrbein.