KKV - Diözesanverband Limburg plädiert für Wahlmöglichkeit zwischen Erziehungsgeld und Elterngeld
22. März 2006
"Es ist nicht Aufgabe des Staates, Eltern vorzuschreiben, wie sie Beruf und Familie miteinander verbinden. Eine solche Bevormundung darf auch nicht indirekt durch die konkrete Ausgestaltung der Familienförderung erfolgen.". Mit dieser Feststellung lehnt Hartmut Röhrbein, Vorsitzender des KKV - Diözesanverbandes Limburg und des KKV Wiesbaden , Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung das Vorhaben der Großen Koalition ab, das bisherige Erziehungsgeld durch das Elterngeld zu ersetzen. Gleichzeitig begrüßt der KKV den Vorschlag der katholischen Verbände vom 6. Februar 2006, eine Wahlmöglichkeit zwischen diesen beiden Familienleistungen zu schaffen.
Der katholische Sozialverband weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass die Familie als Keimzelle der Gesellschaft unverzichtbare Leistungen erbringe. So vermittele sie Kindern emotionale Sicherheit, soziale Fertigkeiten und Kompetenzen, um den Alltag zu meistern. Diese Erziehungsleistung sei für ein gelingendes Leben des einzelnen Menschen von ebenso zentraler Bedeutung wie für den Erhalt und Aufbau der Gesellschaft. Der Staat sei daher verpflichtet, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Eltern in ihrer Erziehungsarbeit unterstützen, um Familien wirksam zu fördern. Sache der Familie sei es dann zu entscheiden, welches Familienmodell sie bevorzugen.
Im Übrigen fordert der KKV eine Kompensation der vorgesehenen Mehrwertsteuererhöhung, da diese die Familien überproportional belaste. Er ruft insbesondere die Abgeordneten der CDU/CSU - Fraktion auf, die von führenden Vertretern der Union im Wahlkampf propagierte Idee durchzusetzen, nur für Kinder benötigte Waren wie Babybett, Kinderwagen, Wickelkommode, Windeln, Kinderkleidung oder Schulmaterial von der Mehrwertsteuererhöhung auszunehmen.