KKV Wiesbaden besuchte Mecklenburg - Vorpommern - Ziel waren die Hansestädte an der Ostsee und die Mecklenburgische Seenplatte
Reiseberichte
Hier finden Sie ein paar ausgewählte Reiseberichte:
- Cornwall & Devon
- KKV Wiesbaden an der Côte d'Azur, Kultur und Natur an der französischen Riviera
- KKV Wiesbaden in Südengland - Landschaft und Architektur im Garten Englands
- Mecklenburg - Vorpommern
- Picardie 2005
- Neue Bundesländer 2004
- Ungarn 2002
Hier finden Sie eine Übersicht über vergangene KKV-Reisen seit 1969.
Die diesjährige Studienreise des KKV Wiesbaden mit 34 Personen führte vom 23. Juni bis 1. Juli 2006 nach Mecklenburg - Vorpommern. In den Städten an der Ostsee wurde die eindrucksvolle Geschichte der Hanse deutlich. Wir erlebten den dominierenden Einfluss dieser internationalen Handelsgemeinschaften auf die Kunst und Kultur der Region. Kirchen, Rathäuser, Handels- und Patrizierhäuser im Stil der Backsteingotik charakterisieren bis zum heutigen Tag die Städte. Gleichzeitig erlebten wir die landschaftlichen Schönheiten der mecklenburgischen Ostseekünste, der Insel Rügen und der Mecklenburgischen Seenplatte.
Am Anreisetag besuchten wir Lübeck und fuhren weiter nach Kühlungsborn an der mecklenburgischen Ostseeküste. Es gilt als eines der schönsten Seebäder an der Ostsee. Wir blieben hier im Europa Hotel Kühlungsborn und Hotel Seeschloss (4 Sterne) für 4 Nächte.
Von hier wurde die Hansestadt Wismar, die auf eine fast zweihundert Jahre lange schwedische Geschichte zurück blickt mit der Nikolaikirche (bedeutende spätgotische Backsteinbasilika), Marienkirche (nur der Turm erhalten), Marktplatz mit den gotischen Bürgerhäusern und klassizistischen Rathaus besichtigt.
Anschließend schauten wir uns in der Landeshauptstadt Schwerin die interessantesten Baudenkmäler an, den Dom, eine dreischiffige gotische Basilika mit einem Chorumgang um den außergewöhnlich lang gestreckten Chor und einem dreischiffigen Querhaus mit schlanken Treppentürmen und einer spätgotischen Innenausstattung. Großartig ist auch das Schloss.
Am Sonntag besuchten wir zunächst in der katholischen Dreifaltigkeitskirche in Kühlungsborn den Gottesdienst und fuhren dann nach Bad Doberan und Rostock.
In Bad Doberan besichtigten wir die ehemalige Zisterzienserkirche, auch Doberaner Münster genannt, eine Schlüsselbau der norddeutschen Backsteingotik. Den Nachmittag verbrachten wir dann im benachbarten Rostock, der ältesten Universitätsstadt Norddeutschlands. Die gotische Marienkirche, das spätgotische Rathaus sowie Bürger- und Patrizierhäuser aus dem 15. bis zum 19. Jahrhundert beeindruckten uns.
Am nächsten Tag besuchten wir Güstrow. Die Residenzstadt des zum Herzog erhobenen Wallenstein hat das bedeutendste Renaissanceschloss Norddeutschlands. Heute verbindet man Güstrow zuerst mit dem Namen des Bildhauers Ernst Barlach. In der spätgotischen Gertrudenkapelle ist eine Gedenkstätte eingerichtet, die wir auch besichtigten. Zwei bemerkenswerte Backsteinbasiliken liegen in der Innenstadt (Dom und die Pfarrkirche St. Marien).
Vorbei an Warnemünde, einem alten Fischerdorf, das heute ein mondänes Seebad an der Ostsee ist, erreichten wir Stralsund, eine der einst mächtigsten und reichsten Städte der mittelalterlichen Hanse. Dort blieben wir für 2 Nächte im Steigenberger Hotel Baltic (4 Sterne). Das reizvolle Ensemble der historischen Innenstadt erschließt sich bei einem Gang vom "Alter Markt" mit der prachtvoll dekorierten Schauwand des gotischen Rathauses und der großen gotischen, reich ausgestatteten Backsteinbasilika St. Nikolai an historischen Bürgerbauten vorbei zur gleichgroßen Backsteinbasilika St. Marien am "Neuen Markt".
Von Stralsund aus fuhren wir einen Tag auf die Insel Rügen. Die Inselhauptstadt Bergen liegt mitten im Herzen der Insel. An den zauberhaften Buchten der Insel liegt Binz, das größte Seebad Rügens. Imposant und bekannt sind die Kreidefelsen auf der Insel.
Ein weiteres Ziel auf unserer Weiterfahrt war Greifswald, wo vieles noch so ist, wie es Caspar David Friedrich gemalt hat. Drei große Pfarrkirchen prägen die Silhouette der Stadt, St. Marien, St. Nikolai und St. Jakobi. Am Marktplatz bewunderten wir die schönste backsteingotische Fassade eines Bürgerhauses.
In Neubrandenburg sahen wir die vier Stadttore aus dem 13. Jahrhundert, verbunden durch Deutschlands längste, erhaltene Stadtmauer mit ihren 25 Wiekhäusern. Sehr sehenswert ist die gotische Marienkirche. Am Abend erreichten wir den Müritz Nationalpark mit seinen über 1000 Seen, Kiefern- und Buchenwäldern, Schilfflächen und Mooren. Hier nahmen wir für zwei Nächte Quartier im Hotel Müritz Landgasthof "Gründer Baum".
Am nächsten Tag führte uns eine Rundfahrt durch die Mecklenburgische Seenplatte zu Kleinoden auf dem flachen Land. Die Mecklenburgische Seenplatte ist das größte zusammenhängende Seengebiet Deutschlands. Besonders schön war auch eine Schifffahrt und der Besuch der gotischen Backsteinkirche in Ludorf. Zu den sehenswerten Kostbarkeiten in Neustrelitz, der letzten barocken Stadtgründung Deutschlands, gehören die Gedächtnishalle für Königin Luise, der Hebetempel und die backsteinerne Schlosskirche. Zum Abschluss des Tages wurde noch die wunderschöne Schlossanlage in Rheinsberg (Brandenburg) besucht. Hier lebte Kronprinz Friedrich von Preußen, der spätere Friedrich der Große, einige Jahre. Im Juni 1740 bestieg Friedrich den Thron als König und schenkte Rheinsberg seinem Bruder Heinrich, von 1753 bis zu seinem Tode war es dessen bleibende Residenz.
Am Rückreisetag fuhren wir über Potsdam, Halle, Jena und Erfurt nach Wiesbaden zurück. Es war wieder eine wunderbare Busreise, auf der wir viele Sehenswürdigkeiten sahen. Mit Herr Heribert Grochtmann hatten wir einen ausgezeichneten Reiseleiter. Mecklenburg - Vorpommern gefiel uns durch die Gastfreundschaft der Bewohner und die Sauberkeit seiner wieder renovierten und aufgebauten Städte. Für das Jahr 2007 plant der KKV Wiesbaden eine Studienreise nach Südengland.
Hartmut Röhrbein, Vorsitzender


