KKV Wiesbaden besucht die Neuen Bundesländer - Teilnahme am KKV - Jubiläum in der Partnerstadt Görlitz
Reiseberichte
Hier finden Sie ein paar ausgewählte Reiseberichte:
- Cornwall & Devon
- KKV Wiesbaden an der Côte d'Azur, Kultur und Natur an der französischen Riviera
- KKV Wiesbaden in Südengland - Landschaft und Architektur im Garten Englands
- Mecklenburg - Vorpommern
- Picardie 2005
- Neue Bundesländer 2004
- Ungarn 2002
Hier finden Sie eine Übersicht über vergangene KKV-Reisen seit 1969.
Nach einer schönen Studienreise nach Südfrankreich im Jahre 2003 besuchte der KKV Wiesbaden - Gemeinschaft der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung vom 01. - 09. Juni 2004 wieder die "Neuen Bundesländer". Die Leitung der Busreise hatte Vorsitzender Hartmut Röhrbein. Es nahmen 34 Personen teil.
Erstes Ziel war der Spreewald im Bundesland Brandenburg. Wenn man von Brandenburg als Reiseland spricht, so denkt jeder zunächst an Theodor Fontane. Seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg haben das Gebiet zwischen Elbe und Oder im 19. Jahrhundert als eine Kulturlandschaft von besonderem Reiz erschlossen.
Brandenburg ist das seenreichste Bundesland und kann auch auf den Wasserwegen bereist werden. Berühmt sind die Gurken und die Spreewaldkähne genauso wie die Trachten der hier lebenden Sorben.
In Cottbus stand uns für die drei Übernachtungen das Radisson SAS Hotel (4 Sterne) zur Verfügung. Von dort besuchten wir Lübbenau und fuhren mit den Kähnen vom Hafen Frank zum Spreewalddorf Lehde mit seinen hölzernen Blockhäusern. Während der Kahnfahrt erzählte der Fährmann alles Wissenswerte über den Spreewald. Der Stadtführer begleitete uns während eines gemütlichen Sparziergangs durch die Lübbenauer Altstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten. In Böblitz besuchten wir die bekannte Konservenfabrik "Rabe". Bei der Betriebsbesichtigung bekamen wir Spreewälder Kräuterlikör, verschiedene Gurken zur Verkostung und dazu Zwiebelschmalzbrot. Am nächsten Tag wurde der Ober- und Unterspreewald besichtigt. Die Busfahrt führte uns auf die Schlossinsel in Lübben (Stadtbefestigung 15. Jahrhundert, spätgotische Hallenkirche von 1607, Denkmal von Paul Gerhardt und Schloss), Schlepzig (Fachwerkkirche 1782), Straupitz (1828 erbaute Schinkel-Kirche), Burg ( Fliesslandschaft, Spreewaldhäuser), Vetschau (Schloss 1540, wendisch-deutsche Doppelkirche). Bei einer Stadtrundfahrt in Cottbus lernten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen. Anschließend wurde der Park von Branitz besichtigt. Fürst Hermann von Pückler-Muskau schuf diesen bekannten Landschaftsgarten. Beigesetzt wurde er neben den sterblichen Überresten seiner Frau Lucie im Tumulus des Branitzer Parks mitten im sogenannten Pyramidensee.
Von dort fuhren wir nach Jauernick-Buschbach bei Görlitz. Im St. Wenzeslaus-Stift (Bistumshaus der Diözese Görlitz) war unser Quartier für fünf Nächte. Mitten zwischen sanften Hügeln eingebettet in der Oberlausitzer Berglandschaft, liegt das St. Wenzeslaus-Stift in einer Atmosphäre voll Gemütlichkeit, Gastlichkeit und Wohlbehagen.
Am 5. Juni 2004 feierten wir in der katholischen Gemeindekirche von Jauernick-Buschbach und im St. Wenzeslaus-Stift das 10-jährige Jubiläum des KKV Görlitz nach Wiedergründung. Mitglieder und Gäste aus befreundeten Ortsverbänden wie Wiesbaden, Darmstadt und Leipzig sowie Vertreter aus anderen Verbänden und des Bistums waren zusammengekommen, um den Anlass würdig zu begehen. Bischof Rudolf Müller und der Görlitzer Oberbürgermeister Rolf Karbach sandten Grußworte an die Festversammlung. An einem solchen Tag danke man vor allen, halte aber auch Rückschau und Ausschau, betonte der Generalvikar des Bistums Görlitz, Hubertus Zomack, der seit der Wiedergründung auch Geistlicher Beirat des KKV Görlitz ist, in seiner Festpredigt. Interessenverbände gebe es heute in der Gesellschaft "en masse". Wichtig aber sei das "Katholische" im Vereinsnamen des KKV. Bereits 1921 gründete sich ein KKV - Ortsverband der bis zum Jahre 1938 bestand und dann wegen der Nazis aufgelöst wurde. Dass die Wiedergründung des KKV in Görlitz vor allem eine Erfolgsgeschichte ist, zeigte die Vereinschronik und eine Dia-Video-Show beim Festakt. Ausdrücklich würdigte Vorsitzender Georg Römisch das Engagement von Altbischof Bernhard Huhn, der die Wiedergründung tatkräftig unterstützte sowie die Starthilfe durch den KKV Wiesbaden, Partnerstadt von Görlitz. Hartmut Röhrbein, Vorsitzender des KKV Wiesbaden und des KKV-Diözesanverbandes Limburg hatte seinerzeit den KKV Görlitz wieder gegründet. Der KKV Wiesbaden übernahm die Patenschaft. Seit dieser Zeit wird der gegenseitige Besuch in Görlitz und Wiesbaden gepflegt und die Mitglieder fühlen sich herzlich verbunden. Beim Festakt überbrachte Hartmut Röhrbein herzliche Glück- und Segenswünsche des KKV Wiesbaden und des KKV - Diözesanverbandes Limburg.
Er hob die Leistungen des KKV Görlitz in den letzten 10 Jahren hervor und übergab ein größeres Geldgeschenk für die weitere KKV - Arbeit in Görlitz.
Am folgenden Sonntag wurde der Gottesdienst gemeinsam in Görlitz gefeiert. Im Anschluss fand eine Stadtführung unter Leitung des KKV Görlitz statt. In der spätgotischen Kirche St. Peter und Paul wurde uns ein Orgelkonzert geboten. Im Westen der Nikolaivorstadt befindet sich Ölberggarten das kunsthistorisch äußerst bedeutende Heilige Grab, eine Kopie des Heiligen Grabes in Jerusalem.
In den folgenden Tagen besuchte der KKV Wiesbaden Löbau, Bautzen sowie das Elbsandsteingebirge. Besonders interessant war der Besuch der Stadt Pirna mit den schönen Bürgerhäusern am Marktplatz und der Stadtkirche St. Marien. Zum Abschluss der Reise wurde noch die Festung Königstein besichtigt. Mit vielen Eindrücken und schönen Erlebnissen wurde die Rückreise nach Wiesbaden angetreten. Der menschliche Kontakt mit den Bewohnern in den "Neuen Bundesländern" stand im Mittelpunkt. Neue Kontakte wurden geschaffen und Freundschaften vertieft. Der KKV Wiesbaden plant im September 2005 eine Busreise in die Picardie in Nordfrankreich.
Hartmut Röhrbein
