Studienreise des KKV Wiesbaden nach Ungarn 2002

Reiseberichte

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Die diesjährige Studienreise des KKV Wiesbaden - Gemeinschaft der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung - führte vom 30.09. bis 09.10.2002 nach Ungarn. Unter der Reiseleitung von Vorsitzenden Hartmut Röhrbein nahmen 43 Personen an der Busfahrt teil. Hauptziel war die schöne Hauptstadt Budapest. Ungarn liegt in Mitteleuropa auf einer Fläche von etwa 93000 qkm und hat rund 10,6 Mio. Einwohner.

Die 3 bedeutendsten Landschaftsgebiete Ungarns sind Transdanubien, die Große Tiefebene und Nordungartn mit seinem Mittelgebirge.

Budapest, 2002

Auf der Hinfahrt wurde in Linz/Österreich übernachtet. Am nächsten Tag erfolgte die Weiterfahrt von Linz nach Budapest. Dort wurde für 7 Nächte im Mercure Hotel (4 Sterne) Quartier bezogen. Die Reiseteilnehmer erlebten die wunderschöne Stadt Budapest mit einer ganztägigen Stadtführung. Budapest wird oft als "Perle der Donau" bezeichnet. Bereits 1987 hat die UNESCO das wunderschöne Panorama des Budapester Donauufers und das Burgviertel von Buda zum Weltkulturerbe erklärt. Die malerische Lage zu beiden Seiten der Donau, die Kunstdenkmäler und historischen Bauten, die guten touristischen Einrichtungen, aber auch die typische Atmosphäre machen Budapest zu jeder Jahreszeit zu einem Anziehungspunkt.

Viele der 123 Thermalquellen der Stadt waren schon den Römern bekannt. Heute ist die moderne Großstadt mit ihrem pulsierenden Leben das politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Ungarns.

Am 4. Reisetag wurde eine Fahrt in das Donauknie mit Führung unternommen. Zunächst wurde Szentendre besichtigt. Die kleine Stadt am Donauufer zählt zu den schönsten Barockstädtchen des Gebietes. Sehenswert sind die schönen reich verzierten Barockkirchen, die Sammlung serbischer Kirchenkunst und der Skulpturengarten. Das nächste Ziel war Visegrád. Der am unteren Ende des Donauknies gelegene Erholungsort besitzt bemerkenswerte Baureste des im 14. Jahrhundert von den Anjou - Königen errichteten und später von König Matthias erweiterten Burg-Palastes. Zum Schluss wurde Esztergom besichtigt. Die schon von den Römern am westlichen Ende des Donauknies gegründete Stadt war die östliche Grenzbefestigung des Frankenreiches. Vom 11. bis 13. Jahrhundert war Esztergom Königsresidenz, seit vielen Jahrhunderten ist sie der Sitz der ungarischen Kardinäle.

Der nächste Tag stand zur freien Verfügung für die Teilnehmer in Budapest. Es war Gelegenheit in Ruhe die interessierenden Sehenswürdigkeiten anzusehen. Ziel des 6. Reisetages war Eger. Die im Zentrum eines berühmten Weinanbaugebietes liegende Stadt ist wegen ihres alten Stadtkerns mit vielen Barockbauten, wegen ihres prächtig geschmückten Kirchen und wegen ihrer historischen Burg (hier wurde 1552 von 2000 Ungarn ein Heer von 100 000 Türken zurückgeschlagen) mit Resten der gotischen Burgkirche, sehenswert . Am folgenden Tag ging die Fahrt zum Plattensee und nach Tihany. Der Plattensee, ungarisch Balaton, im Altertum lacus Peso, mit 596 qkm der größte See Mitteleuropas, 106 m über dem Meer; ist durch die Halbinsel Tihany in zwei Becken geteilt. Vor der Besichtigung von Tihany besuchten die Teilnehmer einen katholischen Gottesdienst.

Am 8. Reisetag ging die Busfahrt nach Kecskemet mit Rathausempfang und anschließend nach Bugac Csarda mit Programm. Hier erlebten die Teilnehmer ein ländliches Mittagessen mit Wein und Schnaps, eine Kutschfahrt sowie Reitervorführungen in der Pussta. Dieser originelle Programmpunkt der Reise fand besonderes Interesse. Am nächsten Tag wurde die Heimreise über Passau angetreten. In Passau wurde nochmals übernachtet und am letzten Tag fand noch eine sehr interessante Stadtführung statt.

In Passau, das auf eine Keltensiedlung Bojodurum und ein später Batava genanntes Römerkastell zurückgeht, gründete Bonifatius 739 ein Bistum. Das Stadtgebiet gliedert sich in die auf der hügeligen Landzunge zwischen Donau und Inn gelegene Altstadt mit alten Bürgerhäusern (17. und 18. Jahrhundert) und engen Gassen. Passau liegt am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz. Mit vielen Eindrücken kehrten alle Reiseteilnehmer von dieser gut verlaufenen Busreise nach Wiesbaden zurück.

Hartmut Röhrbein, Diözesanvorsitzender